Erstes Kaufunger Filmgespräch:
„Voices of Transition“
mit dem Regisseur Nils Aguilar
Am 30. Mai 2011 fand im Stephanushaus in Oberkaufungen das erste Kaufunger Filmgespräch statt. Vorgeführt wurde der Film „Voices of Transition“ von Nils Aguilar. Der Regisseur war selbst anwesend und konnte uns die Vorversion des kurz vor Veröffentlichung stehenden Films selbst vorführen, den er Tags zuvor bereits in der Transition-Town-Initiative Witzenhausen und am folgenden Tag dann in der Transition-Town-Initiative Göttingen zeigte.
Der Film dreht sich rund um die postindustrielle Landwirtschaft, wie sie nötig sein wird, wenn das Erdöl aufgrund des Peak Oil zu knapp und zu teuer wird. Dabei greift der Film drei sehr spannende Themen auf:
- Agroforstsysteme, wie sie in Frankreich erforscht und bereits angewendet werden
- Transition-Town-Initiativen in England
- Die ubane postindustrielle Landwirtschaft in Havanna, Kuba, die dort aus der Notwendigkeit heraus entwickelt wurde
Der Film war sehr beindruckend und stimmt optimistisch für den notwendigen Wandel in der Landwirtschaft. Nach dem Film gab es entsprechend noch eine lebhafte Diskussion über den Film, bei der Nils noch viel über die Vorgeschichte des Films und die Dreharbeiten berichtete. Auch über die Situation in Kaufungen wurde viel gesprochen. Die Veranstaltung war mit ca. 25 Menschen besucht.
Nähere Informationen zum unbedingt sehenswerten Film finden Sie auch auf der Website des Films „Voices of Transition“.
Der Film benötigt noch Unterstützung bei der Vorfinanzierung. Sie können helfen, indem Sie z.B. eine DVD vorbestellen. Hier erhalten Sie nähere Informationen zur DVD-Vorbestellung.
Zum Film:
„Voices of the Transition“
Wege aus der Ernährungskrise:
Agroforst-wirtschaft – Transition Towns – postindustrielle Landwirtschaft auf Kuba
Ein Film von Nils Aguilar
VOICES OF THE TRANSITION ist ein enthusiastisches filmisches Plädoyer für die Entfesselung der Synergien zwischen Mensch und Natur - für eine nachhaltige Verbesserung der weltweiten Ernährungssicherheit und für mehr Lebensqualität.
Die Lösungswege aus dem Film „Voices of the Transition“, aufgezeichnet in Frankreich, England und Kuba, haben den Anspruch, möglichst vielen Menschen offenzustehen. Sie sind simpel, kosten wenig oder nichts, haben einen enormen ökologischen Nutzen und setzen ungeahnte Energien frei. Angewandt auf das eigene Hausdach, den nächstgelegenen Parkplatz oder auf die Landwirtschaft einer ganzen Region, tragen sie zur Vertiefung nachbarschaftlicher Beziehungen bei, zur freien Wissensvermittlung sowie zur Stärkung einer lokaler funktionierenden, ethisch integreren Wirtschaft. Unter dem neuen Licht dieses kulturellen Wandels erscheint die Landwirtschaft wieder als die tragende Säule unserer Kultur.
Zum Inhalt des Films:
Teil I - Frankreich ist Spitze beim Erforschen von Agroforstsystemen: Wissenschaftler, Permakulturbauern und „Waldgärtner“ berichten über die notwendige Rückkehr der Bäume in unsere leblosen Monokulturwüsten und über die unermesslichen Vorteile einer diversifizierten Landwirtschaft.
Teil II - In den englischen „Transition Town Initiativen“ versucht man seit 2006 auf lokaler, zivilgesellschaftlicher Basis, sich Visionen einer lebenswerteren Zukunft anzueignen - und schafft so radikal neue Möglichkeiten, um sich in der Gemeinschaft gegen externe Schocks zu wappnen.
Teil III - Das kubanische Volk hat ab 1992 die bitteren Folgen eines vorzeitigen „Erdöl-Peaks“ auf ihre hochindustrialisierte Landwirtschaft erleben müssen. Aus der Not wurde eine Tugend: Kuba ist heute Vorreiter für Agrarökologie und städtische Bio-landwirtschaft.
Produktion: „Voices of the Transition“ ist ein völlig selbstproduziertes, politisch unabhängiges, nichtkommerzielles Filmprojekt, das auf ehrenamtlicher Arbeit basiert. Ziel ist es, die im Film dargestellten Lösungen aus der Permakultur, der Agrarökologie und der Transition Town Bewegung über die verschiedensten Kanäle einem größtmöglichen Publikum zu vermitteln: Dazu gehört, nach Fertigstellung des Films, seine Vorführung in Schulen und öffentlichen Einrichtungen, auf Festivals und hoffentlich, nach Reinholung der Kosten, die Einrichtung eines Webstreamings. Eine DVD in 6 verschiedenen Sprachen soll möglichst bald editiert werden (deutsch, englisch, spanisch, französisch, portugiesisch, italienisch).
Weitere Informationen zum Film finden Sie auf der
Homepage des Films.